Deutsch - Chinesischer - Kulturbund e. V.

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Geschichte des Gong Fu

Die Kampfkunst Gong Fu entstand im alten China. Sie wurde von den Mönchen des Shaolin-Klosters entwickelt, um sich auf ihren langen Reisen bei Angriffen von Räubern verteidigen zu können. Die Techniken beruhen auf intensiven Studien der Tierwelt. Die Verhaltensweisen der Tiere, die sich in der freien Natur behaupten müssen, ihre Bewegungen bei Angriff, der Verteidigung, der Art des Zusammenlebens der einzelnen Gruppen, all diese Fakten sind die Grundlagen des Gong Fu. Für manchen muten die einzelnen Bewegungen beim Training recht eigenartig an, wenn man aber eine vollständige Form im Zusammenhang sieht, dann erkennt man oft sehr genau, welches Tier hier Pate gestanden hat. Gong Fu ist, wenn man den Ursprung betrachtet, sehr logisch und natürlich aufgebaut. Dem menschlichen Körper wird nichts widernatürliches abverlangt. Trotzdem erfordert diese Kampfkunst ein sehr intensives Training, um zu Ehren zu gelangen. Der Körper muss sich ständig von neuem beweisen, so wie die Natur es auch den Tieren vorschreibt. Der systematische Aufbau eines Gong-Fu-Schülers ist daher ein sehr wichtiger Aspekt, um die Freude dieser Kampfkunst zu erhalten und den Körper zu fordern. Der Einsatz vieler ungewöhnlicher Waffen ist dem Umstand zu verdanken, dass das einfache Volk im alten China keine Waffen besitzen durfte. So funktionierten z.B. die Bauern ihr Handwerkszeug um: Aus dem Reisdreschschlegel wurden Nunchaku und Dreigliederstab; Tonfa und Kama sind aus einer geteilten Sense entstanden, und aus dem Wanderstab und -stock wurde Gun/Bo. Vor den Rechten eines Gong-Fu-Schülers kommen aber seine Pflichten: Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, freiwillige Unterordnung und Ritterlichkeit im Dienste einer höheren Sache - des Gong Fu. Etikette und Formen der Höflichkeit sind Selbstverständlichkeiten, keine Marotten der Lehrer. Nur daraus erwachsen in Jahren unermüdlichen Übens und Lernens die Grundlagen für meisterliches Können.

Recht verstanden, begleitet uns Gong Fu durch das ganze Leben. Ein Sprichwort sagt:

Die Rechte sind die Schattenseiten der Pflichten.

Gudrun zur Megede
Mitbegründerin der Sportschule und des Vereins
Liebevoll Mama Tang Lang genannt

Geschichte des DCKB
Am 17.Oktober 1991 wurde durch Matthias zur Megede die Sportschule Tang Lang in Dessau gegründet. Sie bot Schülern von 6 bis 66 Jahren die Möglichkeit einer Ausbildung in den chinesischen Kampfkunstarten Shaolin Gong Fu und Tai Qi. Kurze Zeit später gründeten die Mitglieder unter Leitung von Matthias zur Megede den Verein Interessengemeinschaft Kung-Fu-Kuoshu-Sportler in Deutschland e.V. Damit wurde die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen möglich und durch die Stadt Dessau und das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Die unverständlichen englischen und chinesischen Begriffe im Vereinsnamen und in Anbetracht der Notwendigkeit unsere Tätigkeit national und international besser verständlich zu machen, haben wir im Jahr 2000, den Verein mit einem neuem Namen versehen: Der Deutsch-Chinesische Kulturbund für Shaolin Kung Fu e.V. steht für ein neues Konzept im sportlichen und kulturellen Bereich, mit neuen Partnern, wie dem ehemaligen Shaolin-Mönch Shi Xing Peng, und neuen Herausforderungen, die auch die Durchführung der Olympischen Spiele im Jahr 2008 in Peking mit sich bringen.